Buch-Projekt

Buch-Projekt: Die Wurzeln des Terrorismus

Warum werden Menschen Terroristen?

Bisherige Erklärungsversuche sind äußerst unbefriedigend, egal ob sie...

*       - von der (besonderen, abnormen etc.) Persönlichkeitsstruktur ausgehen

*       - die soziale Situation oder das soziale Umfeld verantwortlich machen

*       - die Gründe in den Besonderheiten einer Religion suchen

*       - das Missverhältnis zwischen der großen Zahl junger Männer und der geringen Zahl 
          angemessener Berufs- und Karrieremöglichkeiten zur Ursache erklären („youth bulge“)

*       - oder ein höchst abstraktes Modell zugrundelegen, nach dem - strategisch gesehen - 
         Selbstmord-Terrorismus als rationales Handeln rekonstruiert werden kann
         („rational choice-Theorie“). Eine Rekonstruktion ist jedoch etwas anderes als
          eine Erklärung.

Alle theoretischen Erklärungsversuche, die mir bekannt sind, haben mindestens zwei wesentliche Schwächen:

*       -  Einerseits reichen sie bei weitem nicht aus, um die Entscheidung für Terrorismus zu erklären.

*       -  Andererseits trifft das, was sie Ursachen der Entscheidung für Terrorismus ausgeben,
          auf -zig Millionen Menschen zu. Warum aber werden dann nur einige hundert oder tausend
          tatsächlich Terroristen, und -zig Millionen entscheiden sich gegen Terrorismus?

Außerdem haben die meisten Erklärungsversuche eine weitere Schwäche: dass sie nämlich nur eine bestimmte Variante des Terrorismus im Blick haben. Aus naheliegenden Gründen ist dies i. d. R. der islamistische Terrorismus, meist in seiner Variante ‚Selbstmord-Terrorismus’ („suicide bombing“).

Andere Erklärungsversuche sind grob falsch, manchmal bis hin zur Absurdität: Etwa jene ernsthaft vertretene These, Terrorismus sei auf den Mangel an humanistischer Bildung zurückzuführen - natürlich im westeuropäischen Sinne.

Die Erklärung, an der ich arbeite, wird diese Mängel beseitigen. Sie wird nicht nur sagen können, warum manche Menschen zu Terroristen werden, sondern auch, warum es die meisten nicht werden. Und diese Erklärung wird außerdem recht konkret und nachvollziehbar sein und sich nicht in die eisigen Höhen abstrakter Theorien flüchten (wie etwa der rational choice-Ansatz), so dass sie im Grunde nichts mehr besagen.

Zudem möchte ich mein geplantes Buch so schreiben, dass es für den gebildeten Laien verständlich ist.

Folgende Veröffentlichungen aus dem Projekt liegen bereits vor:

Artus, Helmut M. (2008): Political War on Terror: Social Structures of Legitimation and Delegitimation. In: GeoPolitica Revista de Geografie Politica şi GeoStrategie (recunoscuta de Consiliul Naţional al Cercetarii Ştiinţ Învaţamântul Superior – CNCSIS), Bucureşti Anul VI -28, Nr. 4, S. 123-134.2580

Artus, Helmut M. (2008): Război politic ĭmpotriva terrorismului? - Structurile sociale ale legitimării şi delegitimării. S. CD-ROM. In: Bucureşti, Academia Naţională de Înformaţii (Hrsg.): Rezilienţa polulaţiei în era terorismului Bucureşti ISBN 978-973-7610-775

Artus, Helmut M. (2009): Războiul împotriva terrorismului: structurile legitimarii şi delegitimarii (engl. Originaltitel: Political War on Terror? Social Structures of Legitimation and Delegitimation. S. 49-55. In: Barna, Cristian (Hrsg.): Sfârşitul terrorismului şi noua (dez)ordine mondiala. Bucureşti (Bukarest): Editura Top Form. ISBN 978-973-7626-50-9

Artus, Helmut M. (2008): Terrorism as problem solving? Towards a theory of terrorist action. S. 11-28. In: Katsas, Gregory (Hrsg.): Sociology in a Changing World: Challenges and Perspectives. Athen Atiner.

Im Vorfeld des Projekts entstanden außerdem zwei Internet-Informationsdienste:

Artus, Helmut M. (2000): Gewalt im Namen Allahs: Islamischer Fundamentalismus zwischen Terrorismus & Religion. In: Gesellschaft im FOKUS der Sozialwissenschaften. IZ Sozialwissenschaften. www.gesis.org/Information/Themen/Fokus/islam/islam.pdf

Artus, Helmut M. (2001): Terror gegen Amerika. In: FOKUS PLUS. IZ Sozialwissenschaften. www.gesis.org/Information/Themen/Fokusplus/amerika/index.htm

Beide Dokumentationen sind inzwischen nicht mehr im Netz. „Gewalt im Namen Allahs“ liegt auch in gedruckter Form vor, ist allerdings vergriffen.